Wednesday September 19th 2018

Meine ersten Wochen als Studentin

Foto: VUW/Lengauer

Nachdem man sich durch den Dschungel der Studiengänge und Studienorte gekämpft hat und endlich einen Studienplatz sicher hat, geht die Aufregung und der Stress erst richtig los.

„Herzlich willkommen an der Universität zu Köln.“ Diesen Satz hört man gefühlt tausend Mal am Anfang seines Studiums. Doch viel wichtiger sind drängende Fragen wie „Was ist ein S-mail-Account?“, „Wer oder was zum Teufel ist Klips?“ und „Wie belege ich jetzt dieses verdammte Tutorium?“. Die Stundenplanerstellung war das größte Hindernis. Wenn man dann endlich noch vor Ablauf der Frist der 2. Belegphase alle Wunschvorlesungen, -tutorien und -übungen belegt hat, kommt der Freizeitstress.

Muss ich mich wirklich viermal die Woche zu diesem Mathevorkurs quälen? Kneipenbummel in Ehrenfeld oder doch lieber mit dem Erstsemester-Team auf die Zülpicher Straße? Ab in die Eifel oder nach Holland? Von allen Seiten gibt es Werbung und Flyer, dabei wollte man doch eigentlich nur in Ruhe studieren?!

Ruhe hatte ich bis jetzt kaum. Es wird nie langweilig. Die Stadt kennenlernen, neue Freunde finden und so ganz nebenbei auch noch das Fachchinesisch des Professors entschlüsseln. Die Orientierungsphase war da eine willkommene Hilfe. So weiß man wenigstens, wo man was zu essen herbekommt, wo die wichtigsten Hörsäle sind und was die Mitschriften-Ag macht. Spätestens nach der Stadtrallye weiß jetzt auch jeder wo der Dom steht und wie richtiges Kölsch schmeckt.

Auf der Erstsemester-Fahrt in die schöne Eifel wurde einem unmissverständlich klar, dass Studenten sich von nichts die Laune verderben lassen und auch bei Dauerregen eine feuchtfröhliche Rallye auf die Beine stellen. Das Erstsemester-Team hat also ganze Arbeit geleistet!

Für mich bedeutete der Einstieg ins Studium auch das Verlassen von Hotel Mama. Trotz der katastrophalen Wohnsituation in Köln habe ich eine nette WG gefunden und lerne von Tag zu Tag, dass Fertiggerichte auf Dauer meiner Leistungsfähigkeit auf meinem Fahrrad schaden, mit dem ich jeden Tag zu Uni fahre.

Mittlerweile läuft das Semester schon einige Wochen und der Welpenschutz verfliegt langsam. Spätestens jetzt nach der Erstsemester-Fete werden Lerngruppen gebildet und Karteikartenberge stapeln sich auf den Tischen. Mit meinen Vorlesungen bin ich trotzdem sehr zufrieden und immer noch hoch motiviert mehr als die in Sozialwissenschaften durchschnittlich erreichten 16 Leistungspunkte zu schaffen.

Ich habe als Studentin viele neue Freiheiten dazugewonnen. Ich kann mein Leben nun fast komplett selbst bestimmen, was manchmal eine große Herausforderung ist, die ich aber gerne annehme. Das Wichtigste ist doch, dass man mit dem was man macht glücklich ist. Der Weg ist das Ziel.

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